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Arbeit im Büro gesund gestalten

Projekt zum Umgang mit ständiger Erreichbarkeit

Ziel ist eine geringere Belastung für die Beschäftigten

In dem Projekt, gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und fachlich begleitet von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), hat ein Forschungsteam der Universität Freiburg und des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung München gemeinsam mit fünf IT-Unternehmen daran gearbeitet, wie Erreichbarkeit reduziert werden kann, Erwartungen geklärt und konkrete Maßnahmen zur Verringerung negativer Auswirkungen umgesetzt. Es zeigte sich, dass die Beschäftigten, die sich an diesen Aktivitäten beteiligten, nach mehreren Monaten weniger gefühlsmäßig erschöpft waren als ihre Kolleginnen und Kollegen. Durch eine weitere Förderung ist es möglich, das Projekt zu verlängern. 

Die erste Projektphase mit Beschäftigten der IT-Branche ist abgeschlossen. Die erarbeiteten Maßnahmen sind in einem Erklär-Video zusammengefasst, das über Youtube und die Projekt-Homepage verfügbar ist: https://youtu.be/nx5fHsUKOcM. Insgesamt wurden mehr als 40 Beschäftigte interviewt, über 400 Personen nahmen an Online-Befragungen teil. Die Broschüre „Ständige Erreichbarkeit – Ursachen, Auswirkungen, Gestaltungsansätze“ http://erreichbarkeit.eu/images/Ergebnisbroschuere_250817.pdf fasst die Erkenntnisse zusammen.

In der zweiten Phase sollen Handlungsempfehlungen, die in der ersten Projektphase entstanden sind, auf weitere Branchen übertragen werden. „Wir haben uns aufgrund von Erkenntnissen aus Interviews und Online-Befragungen für den Finanzdienstleistungssektor als weiteres Anwendungsfeld entschieden“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Menz von der Universität Hamburg, die als neuer Partner am Forschungsteam beteiligt ist. „Unsere Analysen zeigten, dass eine hohe Arbeitsbelastung das Ausmaß an Erreichbarkeit beeinflusst. Beschäftigte von Finanzdienstleistungsunternehmen berichten immer wieder über eine hohe Arbeitsmenge.“ Somit finden in den kommenden zwei Jahren Workshops zur Maßnahmenerarbeitung in zwei Unternehmen dieser Branche statt. Ob die dort zu erarbeitenden Maßnahmen die Erreichbarkeit und deren negative Auswirkungen wirksam reduzieren, wird wiederum durch Befragungen und Interviews untersucht.

Quelle: Pressemitteilung der Universität Freiburg

Das Projekt ist hier erreichbar.

 

 

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