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Arbeit im Büro gesund gestalten

Einschätzung von Beschäftigten zur psychischen Gesundheit

Sicherheit des Arbeitsplatzes entscheidend für Wohlbefinden

In dem Monitor werden die Aussagen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus verschiedenen Altersgruppen, Branchen, Regionen und Betriebsgrößen anhand zentraler Fragen ausgewertet. Ziel ist es, empirische Erkenntnisse zu gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen für die Praxis der Akteure im Betrieblichen Gesundheitsmanagement nutzbar zu machen.

Der Monitor stellt in Übersichtstexten, Illustrationen und Infografiken aktuelle Ergebnisse aus drei unabhängig voneinander durchgeführten Beschäftigtenbefragungen dar. Für alle, die sich mit dem Thema psychische Gesundheit in der Arbeitswelt beschäftigen, bietet der psyGA-Monitor nach eigenen Angaben einen kompakt aufbereiten Einblick. Der Monitor wurde in Zusammenarbeit mit dem Mannheimer Institut für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin der Universität Heidelberg (MIPH) erstellt.

Die Ergebnisse des ersten Teils: 

- Drei Viertel der Beschäftigten schätzen ihre psychische Gesundheit als gut ein.
- Soziodemografische Merkmale wie Alter, Geschlecht und Region sind aus Sicht der Beschäftigten hierfür nicht entscheidend.
- Auch unternehmensbezogene Faktoren wie Branche, Betriebsgröße oder die Beschäftigungsform (Vollzeit/Teilzeit) machen kaum einen Unterschied in Bezug auf das psychische Wohlbefinden der Beschäftigten.
- Es gibt zahlreiche arbeitsbezogene Faktoren, die positiv mit der psychischen Gesundheit zusammenhängen. Hier sind vor allem die Themen Handlungs- und Entscheidungsspielraum, mitarbeiterorientierte Führung,  Gemeinschaftsgefühl/Kollegialität und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung entscheidend.
- Untersucht man den Zusammenhang verschiedener Faktoren mit dem psychischen Wohlbefinden per Regressionsanalyse, zeigt sich: Emotional anfordernde Arbeit und eine fehlende Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sind die größten Belastungsfaktoren.
- Insgesamt zeigt sich, dass die positiven Faktoren einen starken Zusammenhang mit dem psychischen Wohlbefinden haben.

-  Die Selbstauskunft der Beschäftigten lässt vermuten: „Gute“ Arbeit fördert und stabilisiert die psychische Gesundheit.
- Persönliche Faktoren stehen ebenfalls in Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit. Beschäftigte, die sich keine Sorgen um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes machen, beschreiben ihr psychisches Wohlbefinden als deutlich besser als Beschäftigte mit einigen oder großen Sorgen um die Sicherheit des Arbeitsplatzes.

Die 24-seitige Veröffentlichung kann kostenlos heruntergeladen werden.

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